Deine Bootspersenning ist ständig draußen. Das bedeutet: Sonne, Regen, Wind, Salz, Staub, Blätter, Vogelkot, Hände, die sie anfassen, und Gegenstände, die daran reiben. Nach einer Saison – oder ein paar – siehst du das deutlich. Manchmal als klare Flecken. Manchmal als grauer Schleier. Und manchmal als Farbunterschied zwischen sonnigen und schattigen Bereichen.
Das Schwierige ist: „Fleck“ ist ein Sammelbegriff. Manche Flecken liegen nur auf der Oberfläche. Andere sitzen tiefer im Gewebe. Und Verfärbung kann auch einfach eine Folge von Wetter und Nutzung sein. Hier findest du 11 häufige Ursachen, damit du besser einschätzen kannst, was du siehst.
1) Regenwasser, das Schmutz mitnimmt
Regen ist selten wirklich sauber. Er nimmt Staub aus der Luft auf und spült Schmutz von Nähten, Reißverschlüssen und Kanten nach unten. So entstehen oft Streifen. Besonders sichtbar unter Reißverschlüssen, an Fensterkanten und entlang der Rundungen der Persenning.
2) Stehendes oder langsam ablaufendes Wasser
Wo Wasser stehen bleibt, bleibt auch Schmutz länger liegen. Das führt zu Rändern, Wasserflecken oder dunklen Bereichen. Ursache kann eine kleine Mulde im Stoff sein oder eine ungleichmäßige Spannung.
3) Salz und Spritzwasser
Salz hinterlässt einen matten Schleier und kann dafür sorgen, dass Schmutz stärker haftet. Besonders wenn Spritzer in der Sonne trocknen. Häufig betroffen sind Vorder- und Seitenflächen.
4) Schmutz, der sich über die Zeit aufbaut
Eine Bootspersenning wird selten auf einmal stark verschmutzt. Meist ist es eine langsame Ansammlung: etwas Staub, dann Regen, wieder Staub, wieder Feuchtigkeit. Mit der Zeit wirkt der Stoff grau oder verfärbt, obwohl es vor allem eine Schmutzschicht ist.
5) Vogelkot und Insektenrückstände
Diese Flecken fallen sofort auf. Sie können hell oder dunkel sein und wirken manchmal „eingebrannt“, wenn sie lange in der Sonne bleiben. Je schneller du reagierst, desto geringer ist das Risiko sichtbarer Rückstände.
6) Blätter, Baumharz und Ablagerungen aus der Umgebung
Liegt dein Boot unter Bäumen oder nahe am Ufer, sammelt sich mehr natürliche Verschmutzung: Blätter, Harz, Pollen und feiner Staub. Das kann gelbliche Schleier oder dunkle Punkte verursachen.
7) Sonnencreme, Hautfett und schmutzige Hände
Persennige werden angefasst – an Reißverschlüssen, Druckknöpfen und Griffen. Sonnencreme und Hautfett hinterlassen oft dunkle, fettige Stellen. Besonders an häufig berührten Bereichen.
8) Metallteile, die Spuren hinterlassen
Reißverschlüsse, Druckknöpfe und Ösen können bei Regen oder Bewegung Streifen oder kleine Flecken verursachen. Oft sind es schmale Linien unterhalb von Metallteilen.
9) Reibung und Abnutzung
Dort, wo der Stoff an Gestänge, Leinen oder Kanten reibt, verändert sich die Oberfläche. Manche Stellen werden heller und stumpf, andere dunkler, weil sich Schmutz leichter festsetzt. Das wirkt wie eine Verfärbung, ist aber meist eine Kombination aus Abnutzung und Schmutz.
10) Farbunterschied durch Sonne und Schatten
Sonne wirkt nicht überall gleich stark. Bereiche mit viel Sonneneinstrahlung können heller werden. Geschützte Zonen bleiben dunkler. So entstehen sichtbare Streifen oder Flächen – ein typisches Zeichen von Außenmaterial.
11) Falsche oder zu aggressive Reinigung
Manche Verfärbungen entstehen durch die Reinigung selbst. Zu starkes Schrubben, harte Bürsten oder ungeeignete Haushaltsreiniger können die Oberfläche stumpf machen. Auch ein Hochdruckreiniger auf Stoff kann dauerhafte Schäden und ein unruhiges Farbbild verursachen.
Was bedeutet das für dich?
Wenn du die Ursachen kennst, kannst du gezielt handeln. Für Bootspersennige bewährt sich ein klarer Ablauf:
- Zuerst reinigen, um lose Verschmutzungen zu entfernen.
- Dann Flecken behandeln, wenn noch hartnäckige Stellen sichtbar sind.
- Zum Schluss schützen, damit der Stoff wieder wasserabweisend ist und Schmutz weniger schnell haftet.
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