Ein Zelt wirkt robust, aber das Gewebe und seine Beschichtung können schneller Schaden nehmen, als man denkt. Oft geht es schief durch „praktische“ Mittel, die du vielleicht schon zu Hause hast. Unten findest du eine klare Liste mit Dingen, die du besser nicht benutzt – und warum.
1) Einen Hochdruckreiniger
Ein Hochdruckreiniger wirkt schnell und effektiv, aber der harte Strahl kann das Zeltgewebe aufrauen, Nähte belasten und die wasserabweisende Schicht schwächen. Man merkt es oft erst später: Das Gewebe wird schneller schmutzig und lässt früher Wasser durch.
2) Spülmittel oder Allzweckreiniger
Viele Haushaltsreiniger sind dafür gemacht, Fett und Schmutz „herauszulösen“. Das klingt praktisch, kann aber bei Zeltstoff auch die Schutzschicht angreifen. Das Ergebnis: Das Zelt wirkt kurz sauber, verliert aber schneller seine Wasserabweisung.
3) Schmierseife oder weiche Seife
Seife hinterlässt oft einen Film. Dieser Film zieht Schmutz eher an. Dein Zelt wird dann schneller wieder grau, und du musst häufiger reinigen als nötig.
4) Scheuermittel und Scheuerschwämme
Scheuerschwämme, Scheuerpulver und „Magic“-Schwämme funktionieren auf vielen Oberflächen, können bei Zeltgewebe aber die Fasern beschädigen. Dadurch wird der Stoff matter, rauer und schwerer sauber zu halten.
5) Bleichmittel und aggressive Reiniger
Diese Mittel können Verfärbungen verursachen und das Gewebe schwächen. Außerdem können sie Nähte und Reißverschlüsse angreifen. Das ist besonders ärgerlich, weil gerade diese Details dafür sorgen, dass ein Zelt zuverlässig bleibt.
6) Lösungsmittel und starke Entfetter
Produkte, die für hartnäckigen Schmutz oder Klebereste gedacht sind, sind meist zu stark für Zeltstoff. Sie können die Oberfläche angreifen, sodass Wasser nicht mehr schön abperlt, sondern schneller ins Gewebe zieht.
7) Zu heißes Wasser
Heißes Wasser wirkt logisch bei Schmutz, kann aber bei Zeltmaterial die Ausrüstung und das „Griffgefühl“ des Stoffes verändern. Lauwarmes Wasser ist meist sicherer und funktioniert in Kombination mit einem geeigneten Zeltreiniger sehr gut.
8) „Alles-in-einem“-Lösungen
Produkte, die gleichzeitig reinigen und schützen wollen, überspringen oft wichtige Schritte. Gerade bei Zeltpflege ist die Reihenfolge entscheidend: erst reinigen, dann (falls nötig) Flecken gezielt behandeln und erst danach wieder schützen. Wenn du das vermischst, schließt du Schmutz eher ein und der Schutz haftet schlechter.
9) Zu viel Kraft und zu wenig Geduld
Zu starkes Schrubben, zu lange Einwirkzeiten oder ständiges Wiederholen an derselben Stelle kann zu Flecken oder Unterschied im Aussehen führen. Besser ist ruhig zu arbeiten, mit weichen Hilfsmitteln (z. B. einer weichen Bürste) und dem passenden Produkt für den passenden Schritt.
Was ist dann sinnvoll?
Bei Zeltgewebe funktioniert eine einfache, sichere Vorgehensweise am besten. Ultramar arbeitet deshalb mit einer klaren Pflegereihenfolge, die du zu Hause umsetzen kannst:
- Schritt 1: Reinigen – losen Schmutz und allgemeine Verschmutzung mit einem Zeltshampoo entfernen (z. B. Ultramar Sprayhood & Tent Shampoo).
- Schritt 2: Flecken angehen – nur wenn nötig, für tief sitzende Flecken und hartnäckige Verschmutzung (z. B. Ultramar Power Cleaner).
- Schritt 3: Schützen – wenn der Stoff sauber und trocken ist, stellst du die Wasserabweisung wieder her mit einem PFAS-freien Protector passend zum Material (z. B. Ultramar Sprayhood & Tent Protector für synthetische Zeltstoffe oder Ultramar Canvas & Cotton Protector für Baumwolle/Canvas).
Worauf solltest du achten?
- Wisse, welches Material du hast. Synthetik (z. B. Polyester) braucht einen anderen Schutz als Baumwolle/Canvas.
- Schutz ist kein Reiniger. Erst sauber und trocken – sonst haftet er schlechter.
- Sei nicht zu sparsam mit dem Produkt. Zu wenig führt zu ungleichmäßigem Schutz. Eine gleichmäßige Schicht ist wichtig. Extra Produkt ist praktisch für Ausbesserungen und die nächste Pflegerunde.
- Für aktuelle Preise und Verfügbarkeit kannst du auf der Ultramar-Website, bei Bol.com oder bei einem offiziellen Ultramar Händler nachsehen.
